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Beantragung der Kostenzusage, wenn Sie SchülerIn oder StudentIn und zwischen 18 und 27 Jahren sind

Was können Sie tun?

Da Sie den Antrag bei Ihrer Krankenkassen stellen sollen, sollten Sie unbedingt im Anschreiben darauf hinweisen, dass Sie eine Kinderrehabilitation zu Lasten der Krankenkasse beantragen wollen. Untersagen Sie Ihrer Krankenkasse strikt, den Antrag an einen anderen Kostenträger (insbesondere an die DRV - Deutsch Rentenversicherung) weiterzuleiten. 

Für Schüler/innen und Studenten/innen vom 18. bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gilt das sogenannte Kinderrehabilitationsverfahren , welches sowohl bei Ihrer Krankenkasse wie auch bei der DRV (Deutsche Rentenversicherung) beantragt werden kann. Wir empfehlen Ihnen, den Antrag bei der Krankenkasse zu stellen, da die DRV Ihren Antrag anhand anderer, strengerer Kriterien (Gefährdung der späteren Erwerbsfähigkeit) prüfen wird.
Da Sie als Schüler/innen und Studenten/innen zumeist noch keinen konkrete Berufsprägung haben bzw. Ihre Berufstätigkeit erst in einigen Jahren anliegt, wird die Prüfung Ihres Antrages durch die DRV ggf. zur Ablehnung führen.

Stellen Sie deshalb einen formlosen Antrag auf Rehabilitation zu Lasten Ihrer Krankenkasse.
Ein Muster eines solchen Antrags finden Sie hier. Mit diesem Antrag stelle Sie sicher, dass Ihre Krankenkasse Ihren Antrag nicht an die DRV weiterleitet, was für das weitere Verfahren sehr wichtig sein kann (siehe unten: Was kann ich tun, wenn die Krankenkassen meinen Antrag an die DRV weiterleiten möchte).

Diesem formlosen Antrag sollten Sie das von Ihrem (Haus-)Arzt / Ihrer (Haus-)Ärztin ausgefüllte Formular „Verordnung von medizinischer Rehabilitation 61 Teil B-D“ (Ein Muster finden Sie hier) beifügen. Bitte achten Sie darauf, dass die beiden oberen Kästchen markiert sind.

Beispiel. 

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Auf keinen Fall sollten Sie den Teil A des Formulars 61 ausfüllen, dieser ist  nur notwendig, wenn Sie eine Beratung oder Prüfung der Krankenkasse darüber möchten, ob diese der für Sie zuständige Kostenträger ist.

Um die Kosten nicht tragen zu müssen, erzählen viele Krankenkasse, sie müssen den Antrag an die Rentenversicherung weiterleiten, weil nur diese in Ihrem Fall zuständig sei (Begründung: mögliche Gefährdung der späteren Erwerbsfähigkeit). Lassen Sie sich nicht darauf ein, denn diese Aussage ist falsch! Untersagen Sie Ihrer Krankenkasse vielmehr die Weiterleitung Ihres Antrags und beharren Sie auf der Zuständigkeit Ihrer Krankenkasse. Ihr Argument: Schließlich läge Ihrer Berufstätigkeit noch in weiter Ferne.

Wenn sich Ihre Krankenkasse drei Wochen nach Antragstellung nicht bei Ihnen gemeldet hat, sollten Sie bei ihr nachfragen. Fragen Sie, woran es liegt (z. B. weil ein Gutachten einzuholen ist). Sollte Ihnen kein stichhaltiger Grund genannt werden, könnten Sie der Krankenkasse mitteilen, die Rehabilitation auf Kosten der Krankenkasse selbst zu besorgen. Voraussetzung wäre jedoch, dass Ihnen Ihr Arzt bescheinigt, dass die Reha für Sie unaufschiebbar ist. Dabei könnten Sie sich auf die Regelungen nach  § 18 Abs. 6 SGB IX berufen. Bitte rufen Sie aber unbedingt vorher unser Aufnahmebüro an. Sollte sich Ihre Krankenkasse zwei Monate nach Antragsstellung nicht entschieden haben und Ihnen auch keine begründete Mitteilung vorgelegt haben, gilt Ihr Antrag automatisch als genehmigt und Sie könnten die Reha auf Kosten der Krankenkasse antreten (§ 18 Abs. 3 SGB IX). Bitte rufen Sie aber in diesem Fall unbedingt vorher unser Aufnahmesekretariat an.

Ihre Krankenkasse muss nach § 14 SGB IX und § 18 SGB IX:

  • Innerhalb von zwei Wochen nach Antragszugang feststellen, dass sie ggf. nicht zuständig ist. Nach den zwei Wochen ist sie zwangsläufig zuständig.
  • Ihnen nach einer weiteren Woche (also drei Wochen nach Antragstellung) das Ergebnis der Antragsprüfung mitteilen, sofern sie zur Prüfung kein Gutachten beauftragt hat. Ist seitens der Krankenkasse ein Gutachten beauftragt worden, so hat die Krankenkassen in der Regel maximal zwei Monate nach Antragstellung eine Entscheidung zu treffen.

Wenn sich Ihre Krankenkasse drei Wochen nach Antragstellung nicht bei Ihnen gemeldet hat, sollten Sie bei ihr nachfragen. Fragen Sie, woran es liegt (z. B. weil ein Gutachten einzuholen ist). Sollte Ihnen kein stichhaltiger Grund genannt werden, könnten Sie der Krankenkasse drohen, die Rehabilitation auf Kosten der Krankenkasse selbst zu besorgen. Voraussetzung wäre jedoch, dass Ihnen Ihr Arzt bescheinigt, dass die Reha für Sie unaufschiebbar ist. Dabei könnten Sie sich auf die Regelungen nach  § 18 Abs. 6 SGB IX  berufen. Bitte rufen Sie aber unbedingt vorher unser Aufnahmebüro an. Sollte sich Ihre Krankenkasse zwei Monate nach Antragsstellung nicht entschieden haben und Ihnen auch keine begründete Mitteilung vorgelegt haben, gilt Ihr Antrag automatisch als genehmigt und Sie könnten die Reha auf Kosten der Krankenkasse antreten (§ 18 Abs. 3 SGB IX ). Bitte rufen Sie aber in diesem Fall unbedingt vorher unser Aufnahmesekretariat an.

 

 

Sollte Ihre Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnen, so lassen Sie sich nicht auf eine mündliche Begründung ein. Verlangen Sie vielmehr eine schriftliche Ablehnung mit entsprechender Begründung (wenn ein Gutachten eingeholt wurde, verlangen Sie eine Kopie des Gutachtens).
Senden Sie unserem Aufnahmesekretariat das Ablehnungsschreiben zu. Per email, per Fax (05731/181-1118) oder per Post (Klinik am Korso -Aufnahmesekretariat-; Ostkorso 4; 32545 Bad Oeynhausen). Wir empfehlen Ihnen den Wiederspruch zu einer Absage oder einer falsch bewilligten Klinik erst nach einem Beratungsgespräch mit unserem Aufnahmesekretariat zu formulieren und zu verschicken.
Nach § 88 Abs. 2 SGG muss Ihre Krankenkasse Ihren Wiederspruch innerhalb von 3 Monaten entschieden haben. Erst dann können Sie Untätigkeitsklage vor dem Sozialgericht einreichen.

Sollten Sie keine Begründung bekommen, setzen Sie Ihrer Krankenkasse eine angemessene Frist (ca. eine Woche) diese nachzuholen. Teilen Sie ihrer Krankenkasse gleichzeitig mit, dass Sie die Ablehnung als unbegründet betrachten und die Rehabilitation nach Verstreichen der Frist zu Lasten Ihrer Krankenkasse antreten werden. Dabei können Sie sich auf die Regelungen nach  § 18 Abs. 6 SGB IX berufen. Bitte rufen Sie in diesem Fall unser Aufnahmesekretariat (05731 181-1114) an.

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